Mediation: Ablauf, Dauer und Kosten erklärt

Mediation

Was ist eine Mediation 
und was ist sie nicht? 

Hier erfahren Sie alles Notwendige zu einer Mediation, ihrem Ablauf sowie Dauer und Kosten.

Das Wichtigste zur Mediation

Die Idee der Mediation

Mediation zielt auf die einvernehmliche und freiwillige Konfliktbeilegung. D.h., die Parteien finden ihre Lösung mit professioneller Begleitung eines neutralen, allparteilichen und unabhängigen Dritten, dem Mediator. Anstelle einer „Verordnung“ von außen behalten die Parteien in der Mediation die Verantwortung für die Lösung, damit diese wirklich trägt und als fair empfunden wird. (vgl. § 1 MediationsG

Worum es wirklich geht

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, in dem es darum geht, die wahren Interessen/Bedürfnisse der Parteien herauszuarbeiten und darauf aufbauend eine Lösung zu finden. Die Mediation orientiert sich an dem, was Ihnen persönlich wirklich wichtig ist. Emotionen sind dafür oft wichtige Hinweisgeber, sie haben insoweit ihren Platz, sind aber nicht die „Hauptakteure“ im Verfahren. Sehr individuelle und persönliche Lösungen sind möglich. Und manchmal sogar tiefe Einsichten. Das schaffen gerichtliche Verfahren oft nicht. Und darin liegt genau die Chance eine Mediation.

Worum es weniger geht

Rechtliche Fragen spielen manchmal eine Rolle. Sie bleiben jedoch in der Mediation im Hintergrund. Auch wenn der Mediator Anwalt ist. Der Mediator entscheidet in keinem Fall rechtliche Punkte. Rechtliche oder steuerliche Aspekte o.ä. sind ggf. separat mit Anwälten/Notaren/Experten zu klären. (vgl. § 2 Abs. 6 S. 2 MediationsG) , was für die Umsetzung des Mediationsergebnisses wichtig werden kann. Je nach Fall kann der Mediator auch Kontakt mit diesem Personenkreis aufnehmen, um ein sachgerechtes Mediationsergebnis zu gewährleisten.

Die Rolle des Mediators

Eine Mediation braucht einen sicheren, vertrauensvollen und professionellen Rahmen. Dafür zu sorgen, ist die Kernaufgabe des Mediators. Einfühlungsvermögen und Distanz sind gleichermaßen gefragt. Er hat für jede Partei da zu sein. Feldwissen und Erfahrung sind wichtig, Integrität ist unentbehrlich. Er fördert die Lösungsfindung und leitet das Verfahren, hat aber keine Entscheidungsbefugnis. Diese liegt bei den Parteien.

Mediation ist zukunftsorientiert

Durch ihr spezielles Format schafft es eine erfolgreiche Mediation, dass der Blick für die Zukunft frei werden und die im Konflikt gebundene Energie wieder fließen kann! 

Ablauf einer Mediation

Jede Mediation hat ihre eigene Dynamik. Nachfolgend die wichtigsten Phasen einer Mediation. Alle weiteren wichtigen Dinge und Fragen können wir stets persönlich klären.

Anfangs-/Vorphase

Sie beginnt mit einem Vorgespräch, oft separat mit jeder Partei, der Sammlung erster Informationen und der Klärung von Formalien wie z.B. terminliche Verfügbarkeit der Parteien, Kostentragung, Vertragsschluss.

Auf Basis der Vor-Informationen bereit der Mediator das Einführungsgespräch mit den Parteien vor. Dort werden die restlichen Rahmenbedingungen und die wichtigsten Prinzipien einer Mediation geklärt. Das eigentliche Verfahren beginnt.

Hauptphase

Die relevanten Themen- und Konfliktfelder werden gesammelt und strukturiert. Dabei sind erfahrungsgemäß auch Sachverhaltsfragen zu klären, in denen die Wahrnehmungen der Parteien unterschiedlich sein können. Anschließend werden Motive, Interessen und Bedürfnisse, die den streitigen Positionen auf beiden Seiten zu Grunde liegen, sorgfältig ermittelt und besprochen. Hierfür braucht es in der Praxis oft mehrere Termine.

Danach werden erste Ansätze und auf den Interessen fußende Optionen einer möglichen Lösung gesammelt und mit Blick auf ihre praktische oder wirtschaftliche Umsetzbarkeit sortiert und bewertet.

Schlussphase

Auf Basis der Lösungsoptionen verhandeln die Parteien eine (ggf. vorläufige) Lösung. Lösungsoptionen knüpfen stets an die zugrundeliegenden Interessen der Parteien an. Manche Interessen und darauf aufbauende Lösungsoptionen werden im Laufe des Verfahrens überhaupt erst bewusst. Manche, die anfangs sehr wichtig erschienen, können in den Hintergrund treten. Nach Überprüfung wird die Lösung i.d.R. einer verbindlichen Vereinbarung zugeführt.

Dies ist ein idealtypischer Ablauf, der in der Praxis selbstverständlich abweichen kann.

Dauer und Kosten

Die Dauer richtet sich nach dem Umfang (z.B. der Anzahl der Parteien, Notwendigkeit von Einzelgesprächen) und der Komplexität des Falles. I.d.R. sind ca. 4-6 Termine angemessen. Im Einzelfall kann dies je nach Konfliktdynamik erheblich abweichen.
 
In besonders gelagerten Fällen kann das Format einer Kurzzeitmediation in Betracht kommen; die Idee ist es, den Konflikt in einem - dann längeren - konzentrierten Termin zu einer gütlichen Lösung zu bringen. Diese anspruchsvolle Variante funktioniert nur bei entsprechender Vorbereitung der Parteien vor dem Termin.

Das Honorar wird nach Zeitaufwand abgerechnet; die Einzelheiten werden in einer Vereinbarung geregelt.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf, um weitere Einzelheiten zu einer möglichen Mediation zu besprechen!

anwaltklenk@online.de

 +49 69 71701620

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